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Ego verhindert gute Führung

Ego verhindert gute Führung

Im Alleingang durch die Führung bringt Ihnen nichts.

Der Aufzug ins Nichts

An seinem ersten Tag als CEO der Carlsberg Gruppe, einer weltweit erfolgreichen Brauerei und Getränkefirma, bekam Cees´t Hart eine ganz besondere Schlüsselkarte. Mit dieser Karte konnte er alle anderen Stockwerke für den Aufzug eliminieren und so dafür sorgen, dass er sofort zu seinem luxuriösen Eckbüro im 20. Stockwerk kam. Aus dem Panoramafenster seines Büros hatte er einen fabelhaften Blick über Kopenhagen. Das waren die Vorzüge seiner Position, die ganz klar seine Position und Bedeutung im Unternehmen zeigten.

Cees verbrachte die nächsten zwei Monate damit, sich an seine neue Rolle zu gewöhnen. Allerdings merkte er in dieser Zeit, dass er nur noch wenige Leute zu sehen bekam. Der Aufzug brachte ihn direkt in sein Büro und dort oben arbeitete nur eine kleine Gruppe gut ausgesuchter Mitarbeiter. Andere Carlsberg Mitarbeiter? Fehlanzeige.

Was machte Cees? Er entschloss sich, mit seinem Büro von seiner privilegierten Position in ein leeres Büro auf einem der unteren Stockwerke umzuziehen. Wenn ihn jemand fragte, warum er das gemacht habe, antwortete Cees: „Wenn ich keine Leute treffe, kann ich nicht erfahren, was sie denken. Und wenn ich nicht eine Spürung habe, was in der Organisation vorgeht, kann ich nicht erfolgreich führen.“

Die Kehrseite der Karriere

Diese Geschichte ist ein gutes Beispiel für einen Manager, der aktiv Maßnahmen ergriffen hat, um dem Inseldasein zu entrinnen, das viele Manager kennen. Dieses Inseldasein ist eine echte Herausforderung für Führungskräfte. Je höher eine Person aufsteigt, desto eher verliert sie den Kontakt zur Basis. Von ihrem Egopush ganz zu schweigen.

Gefangen in der Blase

Auch der Kontakt zu Kollegen geht verloren. Besonders wenn man sich als „einsamer Wolf“ betrachtet, dem keiner ebenbürtig ist. Einsamkeit ist nicht immer ein guter Ratgeber. Wenn man allein auf weiter Flur ist, ist da auch keiner, der unterstützt. Keinen, den man um Rat fragen kann. Kurz: Man ist allein. In einer solchen Situation kann ein Coaching für positiven Input sorgen.

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